Fischzucht

Unsere Fischzucht erstreckt sich über eine Länge von rund 1,3 km vom Rückstau des Kraftwerks Gamp im Süden, in Fließrichtung der Salzach nach Norden, bis zur Einmündung des Sigmundskanals in die Salzach. Der obere Teil der Anlage ist in eine naturbelassene Au eingebettet in der, speziell auf Äschen ausgerichtete, Gerinne angelegt wurden. Dieses Augebiet stellt die Hauptwasserversorgung der Anlage dar. Leider ist dieser Teil der Anlage auf Grund der Naturschutzbestimmungen zum Erholungszentrum für die räuberische Fischotter geworden. Erst 300 Meter nördlich beginnt die ottersichere Einzäunung der restlichen Naturbecken.

Kern der Anlage ist das, direkt gegenüber dem Kraftwerk der Salzburg AG gelegene, Bruthaus mit Vorstrecken- und Aufzuchtsbecken und einer kleinen Fischerhütte samt Werkstatt und Geräteschuppen. Von hier aus fließen die Becken in die Gamperlacke ab. Am nördlichen Ende dieses ungefähr 500 Meter langen Naturbeckens liegt unser Vereinsheim. Die dort befindliche Wehranlage bildet das Ende des bewirtschafteten Teils. Schließlich wird die Anlage über der Sigmundskanal in die Salzach entwässert.

Oberstes Ziel unserer eigenen Fischzucht ist die Erhaltung der autochthonen Arten. Wir sind dabei einen funktionierenden Vollbetrieb für Bachforellen und Äschen aufzubauen. Das erstreckt sich vom Abstreifen über das Erbrüten, dem Vorstrecken über die Aufzucht bis zur Besatzreife. Auch Regenbogenforellen sollen so gezüchtet werden. Huchen werden klein zugekauft und aufgezogen.

Die Arbeitsweise ist sehr naturnah. Nach der Vorstreckphase erfolgt die Aufzucht in Naturbecken. Unter diesen Bedingungen erreicht ein Fisch nach ungefähr 3 Jahren die Besatzreife. Zum Vergleich: Eine powergefütterte Regenbogenforelle aus Aquakultur hat nach einem Drittel dieser Zeit bereits “Tellerreife”!

Eine Video über unsere Arbeit können Sie hier ansehen: Die Fischzucht des FVH – © Werner Vitztum, AVCSTUDIOS.com, 2020

Eine Fischzucht erfordert nicht nur großes Fachwissen, es ist auch viel persönlicher Einsatz gefragt. Unter der Verantwortung von Manfred Deutenhauser sind folgende Personen und Teams im Einsatz:

Anlagenbau und Erhaltung:
Harald Blineder (Leitung)
Peter König
Manfred Müde

Bruthaus:
Mag. Reinhard Fischer (Leitung)
Ferdinand Auer
Heinz Bernegger
Lukas Rettenbacher
Walter Schörghofer
Josef Gienger

Fütterung:
Albert Goiser (Leitung)
Sepp Holztrattner
Mathias Mednitzer
Josef Seidl
Hans Tiefenbacher
Josef Gsenger

Besatz:
Siegfried Haunsperger (Salzach)
Heinz Bernegger (Alm)