{"id":74,"date":"2020-11-11T14:31:44","date_gmt":"2020-11-11T13:31:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fischereiverein-hallein.at\/www.fischereiverein-hallein.at\/?page_id=74"},"modified":"2026-04-19T12:17:09","modified_gmt":"2026-04-19T10:17:09","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.fischereiverein-hallein.at\/www.fischereiverein-hallein.at\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der FVH&nbsp;&nbsp;wurde 1925 von Viktor Lochmann sen. gegr\u00fcndet. Zu dieser Zeit gab es nur 23 Mitglieder. Die Lizenzen wurden \u00fcber Empfehlung des FVH von der Stadtgemeinde ausgegeben. Um eine Jahreskarte zu erhalten mu\u00dfte ein Leumundszeugnis vorgelegt werden. Der Preis f\u00fcr eine Jahreskarte betrug 17 \u00f6sterr. Schillinge, zahlbar in 2 Raten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gefischt wurde auf Nasen, Barben, Bachforellen, \u00c4schen und Huchen. Fische konnten zu dieser Zeit ungehindert bis zur Zellulosewehr aufsteigen. Als Angelger\u00e4te wurde die Taupel  ebenso eingesetzt wie Barbenstangen aus Fichtenholz. An letztere wurde eine geflochtene Schnur gebunden, an der ein Grundblei befestigt war. Als Vorfach diente Rosshaar, an welches dann der Haken gebunden wurde. Fliegenfischer waren damals Exoten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ausbeute war zu dieser Zeit enorm, ein zus\u00e4tzlicher Besatz war nicht notwendig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ersten Vereinsjahre verliefen ohne besondere Ereignisse, bald begann man mit ersten Zuchtversuchen. W\u00e4hrend des Krieges war der FVH nahe an einer Aufl\u00f6sung. Doch unmittelbar nach dem Kriegsende wurde mit neuem Elan der Bau eines Bruthauses beim &#8220;Brunnen 4&#8221; begonnen. Die Fundamente sind heute noch sichtbar. Ob die Zucht erfolgreich verlief, ist nicht \u00fcberliefert. Damals wurde f\u00fcr Jahreskartenfischer eine Tages-Arbeitsschicht eingef\u00fchrt. Diese Ma\u00dfnahme wurde bis 2020 aufrechterhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1948 w\u00e4ren die Alm und der M\u00fchlbach zu erwerben gewesen, der FVH konnte aber die erforderlichen Mittel nicht aufbringen. Zu dieser Zeit wurde die Salzach bereits gering besetzt: 300 Setzlinge wurden pro Flu\u00dfkilometer eingebracht. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter Obmann Nadeje wurde 1949 das zweite Bruthaus \u00fcber dem Siegmundskanal errichtet. 1950 wurden die ersten Bachforellenbr\u00fctlinge aufgezogen und 1952 wurden erstmals die bis dahin nur vereinzelt vorkommenden Regenbogenforellen in der Salzach eingesetzt. 1956 wurde der letzte gr\u00f6\u00dfere Huchen (9,5 kg) vom langj\u00e4hrigen Obmann Karl Haas gefangen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein gro\u00dfes Hochwasser hat 1959 das Bruthaus mit allen f\u00fcr die Fischzucht notwendigen Ger\u00e4ten mitgerissen. Unter Obmann Karl Haas wurde schlie\u00dflich 1961 das neue Bruthaus errichtet. Der Grund wurde von der Stadt Hallein zur Verf\u00fcgung gestellt. Ab 1965 begannen die Vereinsmitglieder die Jahre davor vom Hochwasser mit Geschiebe angef\u00fcllte Gamperlacke auszubaggern. Seit diesem Zeitpunkt wird diese als Aufzuchtgew\u00e4sser genutzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 1966 begannen die Vorbereitungen zur Abnahme von Fischerpr\u00fcfungen. Ab 1967 wurde diese f\u00fcr alle Mitglieder mit Jahreskarten zur Pflicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem Bau der Sohlstufe Salzburg 1967 und dem Kraftwerk Urstein 1968 wurde auf einen Schlag der nat\u00fcrliche Lebensraum der Fische nahezu vernichtet. Die Salzach erhielt mit der Kraftwerkskette einen v\u00f6llig neuen Charakter. Tausende Tonnen Ablagerungen aus den Staur\u00e4umen wurden und werden verfrachtet, meterhohe Anlandungen von Sand sind die Folge. Dazu kommen die von den Kraftwerken hervorgerufenen Wasserstandschwankungen in betr\u00e4chtlicher H\u00f6he. Nasen und Huchen hatten Ihren Lebensraum verloren und auch Bachforelle und \u00c4sche konnten sich nicht mehr fortpflanzen und nur mehr \u00fcber Besatz ersetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bruthaus am Pingitzzerkai wurde 1975 um ein Vereinsheim erweitert. Am 6. Juni 1977 gab es im Pongau einen schweren Giftunfall. Bei der Kreuzberg-Mautbr\u00fccke flossen fast 200 kg Thiodan in die Salzach, darauf verf\u00fcgte die Beh\u00f6rde zum Schutz der Gesundheit ein 6-monatiges Fischverbot in der Salzach.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anfang der 80er Jahre wurde der Grundstein f\u00fcr die Fischzucht in der jetzigen Form gelegt. Die Hallein Papier AG erteilte die Genehmigung, den alten Brunnen 4 f\u00fcr die Aufzucht von Setzlingen zu nutzen. In den folgenden Jahren wurde von den Mitgliedern Teich um Teich mit der Hand gegraben. Ein neues Geb\u00e4ude mit 2 Ger\u00e4teschuppen wurde gegen\u00fcber dem Kraftwerk errichtet. 1984 konnte die &#8220;neue Fischzucht&#8221; feierlich in Betrieb genommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das &#8220;alte Bruthaus&#8221; wurde nun ausschlie\u00dflich zum Vereinsheim, die Beschriftung &#8220;Bruthaus&#8221; wurde aber beibehalten. Das &#8220;Bruthaus&#8221; dient seither als Treffpunkt f\u00fcr viele Vereinsmitglieder, drei mal pro Woche ist die Kantine f\u00fcr Mitglieder ge\u00f6ffnet. 1987 wurde das Vereinsheim neuerlich umgebaut und erweitert und auf den heutigen Stand gebracht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bestand der Salzach\u00e4sche hat sich bereits vor der Jahrtausendwende stark verringert. Zahlreiche Umwelteinfl\u00fcsse aber auch der Befischungsdruck haben dazu gef\u00fchrt, dass 1999 das \u00c4schenschutzprojekt gestartet wurde. Einerseits wurde eine Entnahmesperre verf\u00fcgt, andererseits wurde mit Zuchtma\u00dfnahmen begonnen. Beg\u00fcnstigt wurde dieses Projekt durch die Schaffung eines Biotops durch die Firma m-real, der heutigen austrocell.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem Almfluss konnte 2001 ein zus\u00e4tzliches Fischwasser gepachtet werden.  Durch die erfolgte Revieraufteilung konnte f\u00fcr jeder Art der Fischerei eine entsprechende Flussstrecke bereitgestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im August 2002 wurden durch ein verheerendes Hochwasser die Fischzuchtanlage und die Gamperlacke in arge Mitleidenschaft gezogen. Die umfangreichen Renovierungsarbeiten sollten schlie\u00dflich bis 2005 andauern. In diesem Jahr war der Verein zus\u00e4tzlich mit zahlreichen Gro\u00dfbaustellen belastet. Nicht nur der Neubau des Kraftwerks am Almfluss, auch der Neubau der Wehranlage bei der Papierfabrik musste verkraftet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch 2013 gab es ein gr\u00f6beres Hochwasser bei dem die gesamte Fischzucht unter Wasser stand. Bald darauf begann der Verein mit umfassenden Sanierungsarbeiten. Das Vereinsheim wurde als erstes so hergerichtet, dass es ein Treffpunkt f\u00fcr alle Mitglieder werden konnte. Bald darauf begann die nun schon Jahre andauernde Sanierung der Fischzucht. Die Anlagen waren nicht mehr betriebssicher und auch nicht von der Beh\u00f6rde genehmigt. Unter der F\u00fchrung von Manfred Deutenhauser und Harald Blineder wurde das gesamte Gel\u00e4nde samt Zuchtstation saniert. Als letztes folgte schlie\u00dflich der Bau des Otterzauns  im Jahr 2020. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der FVH&nbsp;&nbsp;wurde 1925 von Viktor Lochmann sen. gegr\u00fcndet. Zu dieser Zeit gab es nur 23 Mitglieder. 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