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Chronik des Fischereiverein Hallein

  • 1926 - 1949
Der Fischereiverein Hallein wurde 1926 von Viktor Lochmannsen gegründet.
Der FV Hallein befischt u. bewirtschaftet die Salzach von der Kuchlerbrücke bis zum Wurzergraben (Länge 15,1 km). Fischereirechtsbesitzer ist die Stadtgemeinde Hallein. Der Mitgliederstand betrug anfänglich nur 23 Personen. Die Lizenzen wurden damals nur über die Empfehlung des FV Halleins von der Stadtgemeinde Hallein ausgegeben. Für den Bezug einer Jahreskarte musste ein Leumundszeugnis vorgelegt werden. Der Preis einer Jahreskarte betrug ATS 17,-, zahlbar in 2 Raten. Die Hauptfische zu dieser Zeit waren Nasen, Barben, Bachforellen, Äschen und Huchen. Oberhalb der Wehranlage der Fa. Kellner Partington waren Bachforellen u. Äschen, gelegentlich auch Huchen der Fischbestand. Die Fische konnten zu dieser Zeit ungehindert bis zur Wehranlage aufsteigen. Gefischt wurde hauptsächlich mit der Taupel. Es wurden jedoch auch Barbenstangen verwendet. An Fichtenstangen wurde eine meterlange geflochtene Schnur gebunden und an deren Ende ein schweres Grundblei befestigt. Als Vorfach diente Rosshaar, an dem die Haken gebunden waren. Das Schnurangeln spielte jedoch eine untergeordnete Rolle. Fliegenfischer wurden als Exoten betrachtet. Das Einbringen von Besatzfischen war zu dieser Zeit nicht notwendig. Während des Krieges hatte sich der Verein fast aufgelöst. Nach den harten Kriegsjahren wurde mit dem Bau des Bruthauses beim alten Brunnen 4 begonnen. Die alten Fundamente sind heute noch sichtbar, ob es einen Zuchterfolg gegeben hat, ist nicht bekannt. Bekannt ist nur, dass um diese Zeit für die Jahreskartenfischer eine Tagesschicht pro Jahr eingeführt wurde, die auch heute noch ihre Gültigkeit hat. 1948 hatte der Verein nicht die finanziellen Mittel, dass er den Betrag zum Kauf der Alm und dem Mühlbach aufbringen konnte. Diese Gewässer gingen leider verloren. Richtlinien für den jährlichen Besatz der Salzach waren in diesen Jahren 300 Stk. Setzlinge pro Flußkilometer.
  • 1950 - 1960
Unter dem damaligen Obmann Nadeje wurde 1949 das zweite Bruthaus über dem Siegmundskanal errichtet. 1950 wurden die ersten Bachforellenbrütlinge aufgezogen. 1952 wurden die Ersten, bis dahin in unserem Teil der Salzach nicht oder nur vereinzelt vorkommenden Regenbogenforellen ausgesetzt. 1956 wurde der letzte größere Huchen 9,5 kg von Karl Haas sen. gefangen. 1959 schwemmte das große Jahrhunderthochwasser das Bruthaus mit allen mühsam zusammengetragenen Geräten für die Aufzucht fort.
  •  1961 - 1970
Unter Obmann Karl Haas wurde 1961 das neue Bruthaus auf dem Pingitzzerkai errichtet. Das Grundstück wurde von der Stadtgemeinde Hallein zur Verfügung gestellt. 1965 konnte der Verein mit eigenen Mitteln, die vom Hochwasser 1959 mit Geschiebe vollgefüllte Gamperlacke, ausbaggern. Anschließend wurde sie dann als Aufzuchtsgewässer verwendet. 1966 wurden Vorbereitungen zur Abnahme von Fischerprüfungen gemacht. Seit 1967 haben alle Mitglieder eine interne Fischerprüfung abzulegen. Vor einigen Jahren erst, wurden die Prüfungsunterlagen mit den beiden anderen Tennengauer Fischervereinen neu erstellt. Die Fischerprüfung wird seither von allen drei Vereinen gegenseitig anerkannt. 1967 Bau der Sohlstufe Salzburg 1968 Baubeginn des Kraftwerk Urstein Mit diesen Bauten ist der Zug der Nasen und Huchen leider Vergangenheit geworden. Das Taupeln musste ebenfalls eingestellt werden. Die Salzach erhielt mit dem Bau der Kraftwerkskette einen völlig neuen Charakter. Für die Fischerei wurden die Nachteile mit der Anzahl der fertig gestellten Kraftwerke immer größer. Bei Spülungen werden jährlich tausende Tonnen Ablagerungen aus den Stauräumen von Schwarzach bis Urstein und weit über Salzburg hinaus verfrachtet. Flora u. Fauna werden dabei stark in Mitleidenschaft gezogen. Zurück bleiben teilweise meterhohe Anlandungen von Mursand. Durch das Abfahren von Spitzen kommt es mehrmals zu täglichen Wasserschwankungen bis zu 1m Höhe. Ein weiteres Problem sind nach den Spülungen die Schadensverhandlungen mit den Verursachern. Das Eigenaufkommen der Salzachfische hat seither stark abgenommen.
  • 1971 - 1980
In den folgenden Jahren musste der Besatz geändert und erhöht werden. Es mussten neben den Setzlingen auch fangbare Fische eingebracht werden. Von 1975 an hat sich der Besatz fangbarer Fische von 1.000 kg auf heute 6.000 kg pro Jahr verändert. Dazu kommen noch einige 100 kg Setzlinge an Bach- u. Regenbogenforellen sowie Äschen. Das Fischen in der Salzach erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Mit der stark steigenden Mitgliederzahl wurden die Vergabe an Jahreskarten, welche in den 60iger Jahren 60 Stück betrug bis heute auf 250 Stück erhöht. Auch das Vereinsheim (Bruthaus genannt) wurde 1975 den Anforderungen entsprechend ausgebaut und moderniert.
  • 1981 - 1990
Anfang der 80iger Jahre erhielt Obmann Franz Schörghofer von der Fa. Hallein Papier die Genehmigung, den alten Brunnen 4 für die Aufzucht von Setzlingen zu nutzen. Der Anfang für unsere Fischzucht war getan. In den folgenden Jahren wurde Teich um Teich von unseren Fischern mit der Hand gegraben. An den alten Brunnen 4 wurde das neue Gebäude für die Aufzucht angebaut. Weiters wurden 2 neue Geräteschuppen errichtet. 1984 konnte unsere Fischzucht feierlich eingeweiht werden. Seit dieser Zeit konnten wir den Besatz mit wenigen Ausnahmen für die Salzach selbst züchten. Eine ganze Reihe von Fischern verbringt seither einen großen Teil ihrer Freizeit mit der Aufzucht und Instandhaltung dieser Anlage. Dabei wird für unseren Verein sehr wertvolle, verantwortungsvolle und vor allem unentgeltliche Arbeit geleistet. Seit der 750 Jahrfeier der Stadt Hallein veranstaltet der FV Hallein jährlich Ende August ein Fischerfest, welches bei der Bevölkerung wegen der dabei angebotenen geräucherten Forellen weitum bekannt ist und sehr großen Anklang findet. 1987 wurde unser Vereinsheim umgebaut und auf den heutigen Stand gebracht.
  • 1991 - 2000
Der Tagesausfang wurde im Laufe der Zeit von unbeschränkt über 15, 10, 6 auf heute 4 Stk. Edelfische pro Tag herabgesetzt. Auch das Brittelmaß wurde für Forellen auf 28 cm angehoben. Um die administrative Verwaltung der Mitglieder sorgfältiger abwickeln zu können, wurde eine EDV Anlage gekauft. Durch diese Arbeitserleichterung können sämtliche Beiträge, Lizenzgebühren, Pachtzahlungen, Besatzlisten sowie anfallende Arbeitsstunden exakt erfasst werden. Bei einem durchschnittlichen Arbeitsaufkommen von ca. 6.000 Arbeitsstunden pro Jahr eine sehr gute Investition und enorme Arbeitserleichterung für die betroffenen Personen. Im Jahr 1999 war der Startschuss für unser Äschenschutzprojekt. Durch den erhöhten Befischungsdruck, den Gewässerverunreinigungen und zahlreiche Umwelteinflüsse hat sich die Population der Salzachäsche enorm verringert. Durch eine Entnahmesperre in unseren Gewässern und dem Beginn der Äschenaufzucht in unserer Fischzucht wurde dem Aussterben eines einheimischen Fisches entgegengewirkt. Die Schonung der Äsche fand immer mehr Freunde bei anderen Fischereivereinen im Bundesland Salzburg. Durch den Bau eines Biotopes durch die Fa. m-real wurde ein weiterer Schritt für die erfolgreiche Auf- und Nachzucht unserer Salzachäsche geschaffen. Dieses heutige Vorzeigeprojekt besuchen immer mehr Freunde des wunderschönen Sportes der Fischerei.
  • 2001 - 2006
Im Jahr 2001 konnte mit dem Almfluß ein neues Fischwasser für unsere Mitglieder gepachtet werden. Durch die Aufteilung auf 5 Reviere konnte für jegliche Art der Fischerei eine entsprechende Flussstrecke bereitgestellt werden. Im August 2002 wurden durch ein verheerendes Hochwasser die Fischzuchtanlage sowie die Gamperlacke arg in Mitleidenschaft gezogen. Die Renovierungsarbeiten dieser Schäden haben sich bis in das Jahr 2005 erstreckt. Durch den Umbau des Kraftwerkes Urstein wurde ein neuer Fischaufstieg angelegt, der in weiterer Folge auch für die Kraftwerke Solstufe und Hallein Gamp vorgesehen ist. Im Jahr 2005 wurde der Fischereiverein Hallein mit zahlreichen Großbaustellen an unseren Vereinsgewässern konfrontiert. Mit dem Bau des Kraftwerkes Alm und dem Neubau der Wehranlage bei der Fa. m-real durch die Sbg. AG, müssen unsere Fischer mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Durch jahrelange Verhandlungen mit der Sbg. AG und dem Mühlbachkonsortium konnte jedoch erreicht werden, dass im Almfluß eine Restwassermenge von 1.000 l/sec. bei der Pesendorferwehr bereitgestellt werden. Durch diese Wassermenge wird den bedrohten Fischarten wie der Salzachäsche und den wieder eingesetzten Nasen das Ablaichen im unteren Teil der Alm ermöglicht. Ein kleiner Schritt zum Erhalt der heimischen Fische wurde gesetzt.
  • 2010 - 2011
Renovierung der Aufzuchtbecken in der Fischzuchtanlage.
  • 2014
Neuwahl des Vorstandes